Renee Nicole Good ist nur eine von acht Personen, die seit Anfang des Jahres 2026 von der amerikanischen Einwanderungsbehörde ICE umgebracht worden sind. Die Amerikanerin wohnte in Minneapolis, wo sich am 6. Januar eine der größten Razzien, mit über 2.000 ICE-Einsatzkräften abspielte. Ein Beamter der Einwanderungsbehörde erschoss die unbewaffnete 37-Jährige in ihrem Auto, nachdem sie versucht hatte Nachbar:innen vor dem Einsatz der Einwanderungsbehörde zu warnen.
Der Mord an Renee Nicole Good lößte landesweite Proteste gegen die Eingriffe der US-Einwanderungsbehörde aus. Nicht nur Demonstrationen zeigen das Amerika wütend ist und Veränderung will, denn während der Award-Season sprechen sich Musiker:innen, Schauspieler:innen und Celebrities ebenfalls gegen ICE und Trump aus. Da die Eingriffe der ICE-Beamt:innen stets durch private Handys von außenstehenden Personen oder Demonstrant:innen dokumentiert wurden, gibt es online zahlreiche Videos und Fotos die die erschreckende Situation in den USA weltweit verbreiten. Viele Aktivist:innen greifen ebenfalls zu den Social Media Plattformen Tik Tok, Intsagram und co. und fordern die Bevölkerung auf zusammenzuhalten und gegen ICE und Trump vorzugehen.
Ebenfalls nutzten Celebrities ihre Bühne in der aktuellen Award Season bei den Golden Globes, Emmys und Grammys und kritisierten Trump und ICE. Zwischen glamourösen Kleidern und teuren Anzügen trugen unter anderem Justin Bieber, Billie Eilish und Joni Mitchell „ICE OUT“ Anstecker auf dem roten Teppich der Grammy-Awards 2026 sowie während der Preisverleihung. Billie Eilish nutze nach ihrem Gewinn des Grammy-Awards „Song of the Year“ während ihrer Dankesrede die Chance und äußerte sich gegen ICE. „No one is illegal on stolen land“ und „F*ck ICE“ waren die Zitate von Billie Eilish die weltweit in den sozialen Medien nach den Grammys geteilt worden waren. Der aus Puerto Rico stammende Musiker Bad Bunny erwähnte ebenfalls seine Opposition gegenüber ICE in seiner Dankesrede, nachdem er den Grammy für Album des Jahres gewonnen hatte.
Ricky Gervais, ein weltbekannter britischer Komiker und Schauspieler sorgte nach den Grammys ebenfalls für Aufsehen. Nach der Grammy Award Show am 1. Februar 2026 veröffentlichte Gervais in den sozialen Medien erneut Aufnahmen seines Monologs bei den Golden Globes 2020, in dem er die Stars aufforderte, die Bühne der Preisverleihung nicht für politische Botschaften zu missbrauchen. Anhänger beider Seiten meldeten sich sofort online zu Wort. Die einen stellten sich hinter Gervais’ Provokation, die anderen warfen ihm seine Position vor.
Die acht Personen, die von der amerikanischen Einwanderungsbehörde seit Beginn des Jahres 2026 umgebracht worden sind, haben eine Grenze sichtbar gemacht, die viele nicht länger akzeptieren wollen. In einem Land, das Sicherheit propagiert, wächst der Widerstand gegen eine Politik, die Gewalt normalisiert, und findet seine Stimme auf Demonstrationen, im Netz und sogar zwischen dem Roten Teppich und Award-Shows wie der Grammy-Awards.
Ergänzend gibt es auch einen Kommentar: „No one‘s illegal on stolen land“

