„No one‘s illegal on stolen land“

Titelbild: © Lorie Shaull

Dieser Text ist ein Kommentar und muss sich nicht zwingend mit der Meinung der monteunzensiert-Redaktion decken.

Ein Blick in die USA zu der brutal agierenden Migrationsbehörde ICE und Trumps aktueller Migrationspolitik, verraten schnell, dass es längst Zeit ist wütend zu werden.

Nicht ohne Grund formieren sich landesweit Proteste auf den Straßen. Anlässlich der beiden Todesfälle oder besser gesagt: der Ermordung Renée Goods und Alex Prittis durch Agenten der Border Patrol, demonstrieren tausende Menschen gegen die Einsätze der Einwanderungsbehörde und die von Donald Trump angeordneten Abschieberazzien.

Wie in Mathildes vorangegangen Artikel bereits anklang, blieb dieses Thema auch bei der 67. Grammy-Verleihung vom 02.Februar 2026 nicht unkommentiert. So äußerten sich zum Beispiel Stars wie Billie Eilish oder Bad Bunny öffentlich zu den Vorkommnissen in Minnesota mit den Worten „no one is illegal on stolen land“ (zu deutsch: niemand ist illegal auf gestohlenem Land) oder „ICE out“.

Indes lautet eine alte Frage, inwiefern es Personen der Öffentlichkeit verantworten können ihre politische Meinungen kundzutun.

Außer Frage steht dabei der immense Einfluss den Celebrities auf die Öffentlichkeit, insbesondere auf ihre Fans ausüben. Fakt ist, dass Stars wegen ihrer enormen Reichweite in der Lage sind, die Aufmerksamkeit auf bestimmte Themen zu lenken und Millionen von Menschen zu mobilisieren. Dabei erfüllen sie oft eine wichtige Brückenfunktion, die zwar komplexe Themen für die breite Masse zugänglich macht, allerdings die Gefahr eines Geniekults birgt. Äußert sich eine Person aus der Öffentlichkeit zu einem politischen Thema, ist es nicht unwahrscheinlich, dass ihre Fans solche Ansichten übernehmen, ohne diese zu hinterfragen, geschweige denn sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Unterdessen bleibt die Frage, ob der Welt wirklich geholfen ist, wenn wirklich alle Promis ihre Meinungen kundtäten oder es nicht doch besser wäre, wenn so mancher Celebrity seine Meinung einfach für sich behielte, ungeklärt.

Dennoch sehe ich, progressive Celebrities, geradezu in der Pflicht politische Themen mindestens anzusprechen, oder gar Stellung zu beziehen und Trump klar die Kante zu zeigen! Gerade in Zeiten in denen die Presse- und Meinungsfreiheit unter seiner Regierung zunehmend gefährdet ist, gilt es, jetzt aufzuschreien und nicht darauf zu warten, dass es zu spät ist.

Es liegt an uns allen laut zu werden und jetzt bloß nicht aufzugeben. Wir alle sollten unsere Stimme nutzen, aber besonders weit kommen wir damit, wenn wir nicht alleine sind. Dafür braucht es Celebrities, die es verstehen ihre Reichweite richtig zu nutzen und sich ihrer Verantwortung bewusst werden.

Das Argument, sich lieber zurückzuhalten, um die eigene Beliebtheit nicht aufs Spiel zu setzen, ist in meinen Augen eher fadenscheinig, beachtet man unzählige fragliche Aussagen, mit denen Promis in der Vergangenheit bereits davongekommen sind, ohne dass sie ihnen nachgesehen wurde, geschweige denn großartige Auswirkungen auf ihren Ruhm hatten.

Für die Zukunft würde ich mir also wünschen, dass sich mehr Celebrities trauen, die Augen zu öffnen und endlich den Mund aufzumachen. Vor allem, wenn es um Themen geht, die uns alle etwas an gehen. Entscheidend ist, niemals den Mut zu verlieren, sich zu verbünden, gemeinsam zu hinterfragen und laut zu werden!  

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